the guts company ist eine junge Dresdner Tanz-Company, gegründet 2013 von Johanna Roggan und Josefine Wosahlo. Neben konstanter Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Themen, Ab- und Beweggründen, Utopien und Visionen möglichen Miteinanders oder einfachem Überlebensdrang, will sie das körperliche und auch emotionale Zentrum der Zuschauer ansprechen. Die damit einhergehende dargestellte Innerlichkeit und Emotionalität auf der Bühne ist die große Stärke und Kraft der Company und ihrer Darsteller.
Im Rahmen einer Förderung aus dem Fonds Doppelpass der Kulturstiftung des Bundes kooperierte the guts company für die Spielzeiten 2015/16 und 2016/17 mit dem Societaetstheater Dresden.
Für ihre erste Doppelpass-Arbeit - Das Eigene/ HEIMAT - erhielt the guts company im Rahmen des Sächsischen Tanzpreises den Ursula-Cain Förderpreis 2017.
Ab 2018 erhält the guts company eine institutionelle Förderung durch die Landeshauptstadt Dresden.

Mit ihrem Engagement in der lokalen Tanzszene sind sie an den Entwicklungen und kulturpolitischen Diskursen der freien Tanzszene Dresdens maßgeblich beteiligt. Durch den eigenen Beitrag in die hiesige Kunstszene will the guts company die Region und ihre Struktur stärken und voranbringen. Dresdner KünstlerInnen mit Kulturschaffenden anderer Städte und Länder zusammen zu bringen, ist daher Ansinnen und Selbstanforderung des Company-Schaffens zugleich. Hier möchte die Company besonders dazu beitragen, in Dresden eine offene, in flachen Hierarchien arbeitende und kommunikative Arbeitsform zu etablieren.

In ihren Arbeiten begibt sich die Company auf die Suche nach Inszenierungsansätzen, welche Themen nicht nur durch ästhetische Mittel verhandeln, sondern vor allem durch eine sehr physische Bewegungssprache erfassen. Aus dieser Arbeitsweise ergibt sich auch die Suche nach sogenannten Körpererweiterungen. Sei es durch Kostüm, das Nutzen interaktiver Systeme oder eben der für sie essentiellen Arbeit an vermittelbaren inneren Zuständen. Dabei werden Genregrenzen immer wieder infrage gestellt oder erweisen sich als obsolet. Ihre Produktionen begleiten eine intensive Bewegungs- und Materialrecherche. Gesellschaftliche Bezüge, Themen der Verneinung und menschlicher Abgründe sind derzeit ein wichtiger Wegbegleiter. Ihre bisweilen abstrakten Stücke sind nicht nur in klassischen Bühnenräumen zu sehen. the guts company arbeitet vorwiegend genreübergreifend, auch site-specific productions, Tanzfilme und performative Installationen sowie Tanz- und im weitesten Sinne Musiktheater Produktionen gehören zu ihrem künstlerischen Bouquet.