L:
Wenn etwas Fremdes mich überrollt/überflutet, ohne dass ich es steuern kann. Das finde ich beängstigend. wenn der Prozess des Annäherns oder vielleicht auch Aneignens übergangen wird. Dann findet eine Konfrontation mit Fem fremden statt, was bei mir meist zu Verhärtung meiner Grenze dem Fremden gegenüber führt.
Was ich aber auch beängstigend finde, und das geht einher mit der Frage nach der Neugier, ist, wenn mir etwas Bekanntes plötzlich als fremd erscheint. Also ein guter Freund zum Beispiel sich derart verändert, dass er/sie mir dann fremd erscheint. Wobei sich da natürlich auch wieder die Frage nach dem eEigenen stellt.
Und was auch sehr beängstigend ist, wenn man manchmal das Gefühl hat sich selbst fremd zu sein.

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E:
Mich nicht damit auseinandersetzen zu können.

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S:
1. Die Abhängigkeit der 'Insassen' von irgendwelchen fremden Menschen.
2. Es nicht gut zu machen, wenn man es selbst machen würde. Und im Grunde macht mir eine gewisse Angst nicht oder kaum zu wissen, was für Stoffe da jetzt so drin sind. Ich mag es überhaupt nicht, wenn profitgierige Menschen Dinge (inkl. uns) verseuchen, ohne an die Folgen zu denken.
3. Die Vorstellung, ein Tier mal selber umbringen zu müssen. Noch mehr Angst macht mir wahrscheinlich, dass ich es vielleicht gar nicht so schlimm finden würde.
4. Das die Elemente, die einen sicher und Wege fühlen lassen, mal nicht mehr da sind. Und dann die Enge kommt. Aber Enge kann auch Behausung und eigene vier Wände, Gewohntes und Sicherheit bedeuten, Reduktion, Wenig.

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M:
Tja: Angst macht mir weniger irgendein Bereich als vielmehr die völlig Abwesenheit von Bezügen ebenso wie mangelnde Distanz zum Fremden im Eigenen - bei mir selbst, wie auch im Erleben anderer.

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L:
Hier kommt wieder zum abschreckenden Fremd. Wenn ich merke, ich komme mit etwas wirklich nicht klar, kann es mir nicht aneignen und dann wirkt es noch gefährlich. Oft ist es ein diffuses Gefühl und ich wende mich schon auf Grund dessen ab. Dann gibt es abrscheckende Fremds mit denen ich mich auseinandersetzen muss. Z.B. Pegida. Aber auch manche Einkaufsmalls. Die sind mir fremd, die sind geschlossen, ich möchte da nicht sein. Aber ich gehe trotzdem hin.

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S:
Ich bekomme Angst, wenn ich selbst die Hoffnung und den Glauben an das Gute verliere, weil ich mich allein übermannt fühle. Dann fühle ich mich naiv und stelle meinen Blick auf die Welt in Frage.