E:
Ist beides so nah und fern, wie es definiert wird und dritte Parameter darauf einwirken. Das bedeutet, es besteht keine grundsätzliche Kontinuität beider.

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S:
1. Weit weg in der Realität, selbst wenn ich vor Ort bin. Ich glaube, ich verarbeite das ganze nicht wirklich. Auf der anderen Seite ist es nah, weil ich es versuche gedanklich zu kompensieren. Meine Oma ist ja da und das ist natürlich sehr nah, durch die ganze gemeinsame Geschichte, die Kindheit. Ich möchte es eigentlich nicht als fern haben, denke mir dann irgendwelche Dinge wie Vorlesen oder Karten schreiben aus, setze das aber viel zu wenig um. Es ist also doch eher fern, auch zeitlich.
2. Sehr nah, weil es normal ist, aber auch weit weg, weil ich fast nie darüber nachdenke. Obwohl es im Minecraft-Zeitalter schon mehr geworden ist : ) Minecraft ist das typische Computerspiel, in dem man alles von selbst herstellen muss. Ich habe mich mal kurz damit beschäftigt, ob es auch 'in echt' so einfach wäre und was wir alles dazu wissen müssten. Das Wissen dazu ist bestimmt bekannt, aber auch nicht sooo leicht zu finden. Das Internet ist noch kein richtig gutes Informationsmedium. Es ist noch rudimentär, weil es z.B. immer noch im Zeitalter eines immensen Urheberrechts stattfindet und Wissen eine Ware ist, die zu dem allergrößten Teil versteckt wird. Ich habe das studiert, ich weiß, zu welchen Datenbanken Firmen Zugang haben. Damit könnte man alles bauen, natürlich nur, wenn man es verstehen würde, was nicht so einfach ist. Das Produzieren a la Minecraft, also auf der Basis einfachster Grundlagen passt aber wunderbar in eine Zeit, in der das Thema Apokalypse in ist. Ich glaube, dass ist höchstwahrscheinlich schon immer so gewesen, weil es immer Katastrophen gab und gibt, aber genau wie schlechte Zeiten zyklisch erscheinen können ist die Beschäftigung mit dem Überleben in existenzieller Not (Z.B. nach Verschwinden allen Geldes in einem Bankencrash) zyklisch präsenter. Der Kapitalismus lebt ja von den Krisen.
3. Fern. Verdrängt.
4. Die Möglichkeit, alles zu verlieren und damit auch einen Ausweg, ist wahrscheinlich immer gegeben, aber ich kenne sie nicht. Ich denke, das ist etwas, was man bei einzelnen Flüchtlingen aus Syrien aktuell erfragen könnte. Aber vielleicht auch im Typus einsamer Cowboy in Western widerfindet: die aber in der Realität bestimmt weitaus unromantisch waren: zum Thema einsame Frau im Western gibt es jetzt auch einen aktuellen Film von und mit Tommy Lee Jones. Der ist bestimmt sehenswert. Es geht um eine Frau, die als Jungfer im Westen Amerikas alleine lebt. (The Homesman)

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S:
Wenn ich unter Menschen bin und ich überhaupt keine freundlichen Reaktionen erhalte, neige ich dazu mich zurückzuziehen.