Ein Körper, also auch ein Raum, besteht nicht in Schwere, Härte, Farbe oder dergleichen, sondern allein in der Ausdehnung.
(René Descartes)

Eurydike geht. Sie folgt Orpheus nicht weiter. Sie wählt den Hades.
Das kleinere Übel?
Die Flucht nach vorn - von einem Ort zu einem anderen, fremden, fiktiven, erwünschten Ort - wird zum Übergang.

Für ortsflüchtig entwirft die Bildende Künstlerin Kerstin Ergenzinger eine kinetisch-interaktive Rauminstallation, die diese Schwelle beschreibt. Ihre Installation ermöglicht es der Tänzerin und Choreografin Johanna Roggan diesen Zwischenraum zu bespielen. Die Durchlässigkeit des Objektes schafft immer neue sich fortwährend verändernde Räume im Raum. In und mit diesen bewegt sich die Tänzerin. In kontinuierlicher Relation, Spannung, Annäherung und Ablehnung stehen sich Tänzerin und die kinetische Struktur gegenüber.
Teil dieser Begegnung sind die kompositorischen Flächen des live-Musikers Daniel Williams, die sich auch aus Monteverdis Orpheus entwickeln.

In einem Dreier-Spannungsfeld zwischen Tanz, Installation und Musik wird der Zuschauer eingeladen, sich auf eine Reise zu begeben, um eigene, andere Räume zu erdenken, zu erträumen, zu verändern.



Photos: Benjamin Schindler, Peter R. Fiebig


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